1. Das Problem

Wir beraten und vertreten geschädigte Anleger und Kunden bzw. ehemalige Kunden der Postbank bzw.der Postbank Finanzberatung AG. Durch fehlerhafte Anlageberatung der Postbank bzw. der Postbank Finanzberatung AG haben eine Vielzahl von Anlegern erhebliche finanzielle Verluste erlitten.

Nicht selten war das Anlageverhalten sicherheitsorientiert. Besondere Erfahrungen mit risikobehafteten und spekulativen Anlagen haben die meisten Anlege der Postbank bzw. der Postbank Finanzberatung AG nicht gehabt. Oftmals ging es um Gelder, die Teil der persönlichen Altersvorsorge waren. Dennoch wurden sie aufgefordert, das zur Verfügung stehende Geld (in Einzelfällen mittels eines Darlehens) insbesondere in Schiffsfonds zu investieren, welche hoch spekulativ sind und den Totalverlust zur Folge haben können. In den Beratungsgesprächen wurden diese Fonds jedoch als absolut sicher und für die Altersvorsorge geeignet angeboten.

Insbesondere Rentnern und Alleinstehenden wurden die höchst spekulativen Unternehmensbeteiligungen zur Altersvorsorge verkauft, ohne dass sie über Risiken ordnungsgemäß aufgeklärt worden wären. Angesichts der Laufzeit von i.d.R. 15 Jahren war diese Investition gerade für die älteren Kunden wenig zielführend.

Nachdem viele dieser Beteiligungen sich nicht erwartungsgemäß entwickelten, stehen viele Anlager nun mit erheblichen Verlusten dar. Da die Falschberatung einen Pflichtverstoß darstellt, prüfen wir, inwieweit sich Schadensersatzansprüche begründen lassen.Die Beurteilung solcher Schadensersatzansprüche bedarf einer genauen rechtlichen Prüfung im Einzelfall.

2. Die Geschichte der Postbank

Die Postbank entstand 1990 als eigenständiges Unternehmen aus der Deutschen Bundespost und wurde 1995 zu einer Aktiengesellschaft. Weil allein mit Sparbüchern und dem Verkauf von Postalia kein durchschlagender wirtschaftlicher Erfolgt erzielt werden konnte der, stieg das Unternehmen ab dem Jahr 2000 in das Aktien- und Fondsgeschäft ein. In der Folge wurde 2002 die Postbank Vermögensberatung AG gegründet. Seit dem 1. Januar 2004 hat die Postbank die Abwicklung des Zahlungsverkehrs für die Deutsche Bank und die Dresdner Bank übernommen und in die Betriebs-Center für Banken AG ausgelagert. Es folgen der Börsengang 2004, die Übernahme der Hamelner BHW Gruppe samt des Strukturnetzes im Jahr 2006. Anfang 2007 wurde die Postbank Vertriebsakademie GmbH als jüngste Tochter der Postbank gegründet. Damit bündelt sie die Bildungsaktivitäten an zentraler Stelle und stellt die Qualifikation der Berater sicher. Auf Grund der Ausweitungen des Weiterbildungsschwerpunktes auch auf Themen jenseits des Vertriebs erfolgte im Juli 2010 die Umbenennung in Postbank Akademie und Service GmbH. Ab 2008 hält die Deutsche Bank große Anteile und wird bis 2012 Mehrheitseigner (93,7% im Jahr 2012).

3. Die Postbank in den Schlagzeilen

Seit der Gründung der Postbank Vermögensberatung AG kommt der ehemalige Staatsbetrieb nicht mehr aus den Schlagzeilen heraus. In den Medien wurde breit über die Fehlentwicklungen berichtet:

  • www.spiegel.de, 07.05.2010: Datenschutzskandal 2009, bei dem die Postbank Tausenden von freien Postbank Handelsvertretern detaillierten Einblick in Millionen Girokonten ihrer Kunden gewährte, um damit den Verkauf ihrer Produkte zu steigern. Die Postbank musste 120.000 EURStrafe zahlen. Weiterlesen
  • www.welt.de, 01.03.2011: Veruntreute Gelder des geschlossenen Immobilienfonds MCT Südafrika 3, einem Hotelprojekt, das bis heute nicht fertig gestellt wurde aber die Berater dabei horrende Provisionen von bis zu 15% kassierten. Weiterlesen
  • www.finanzen.net, 23.10.2012: Einige Dutzend Anleger haben am Dienstag in Neumünster vor dem Sitz der Postbank protestiert, weil sie sich von dem Institut getäuscht fühlen. Weiterlesen
  • www.stern.de, stern TV Sendung vom 05.12.2012: „Das ist die größte Drückerkolonne“, meint ein ehemaliger Finanzberater der Postbank. Eine von vielen Reaktionen auf den Bericht über mögliche Falschberatungen. stern TV hat noch weiter nachgeforscht. Riskante Anlagegeschäfte mit geschlossenen Fonds, bei denen nur die wenigsten funktionierten und das bis heute! Weiterlesen
  • www.stern.de, 28.08.2013: Postbank lässt geprellte Kundin abblitzen. Eine Frührentnerin steckt auf Anraten eines Postbankberaters 150.000 Euro in riskante Anlagen – und verliert einen Großteil des Geldes. Wie die Bank die Kundin abbügelt, zeigen interne E-Mails. Weiterlesen
  • www.stern.de, stern TV Sendung vom 25.09.2013: Durch Beratungen durch Postbank Finanzberater verloren unzählige Anleger ihr Vermögen. Nun gibt es Belege dafür, dass die Postbank jahrelang von den Falschberatungen wusste – und sie duldete. Weiterlesen
  • www.stern.de, 26.09.2013: Ankündigung der nächsten erscheinenden Ausgabe des Magazins, über Beweise, die systematische Falschberatungen von Postbank Finanzberaterneratern belegen sollen. Weiterlesen
  • www.zdf.de ZDFzoom, Sendung vom 15.11.2013: Ein Jahr hat ZDFzoom zur Postbank recherchiert. In „Die Falschberater“ zeigt Ute Waffenschmidt, dass die Postbank  möglicherweise tausende Kunden falsch berät und Beschwerden von Kunden abblockt. Weiterlesen

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