Notfallplan bei Kündigung im Arbeitsrecht

1. Kündigung vom Arbeitgeber erhalten

Egal ob Ihnen die Kündigung vom Arbeitgeber persönlich übergeben wurde oder Ihnen die Kündigung per Post zugestellt (oder in den Briefkasten z.B. durch einen Boten eingeworfen) wurde, notieren Sie sich den Tag der Zustellung. Behalten Sie den Briefumschlag der Kündigung. Den Umschlag dürfen Sie auf keinen Fall wegwerfen. Dieser gibt entscheidende Hinweise auf eine etwaige Verfristung der Kündigung oder auf die Art des Zugangs der Kündigung. Es macht als Arbeitnehmer immer Sinn sich gegen Kündigungen zu wehren. Es gibt kaum Fälle bei denen der Arbeitnehmer “leer ausgeht”, auch wenn sich die Angelegenheit zunächst als schwierig oder gar aussichtlos darstellen sollte.

2. Nichts unterschreiben, auch einen Aufhebungsvertrag nicht

Unterzeichnen Sie keine Dokumente bei einer Übergabe der Kündigung. Nehmen Sie alles mit und lesen Sie es zu Hause in Ruhe durch. Sie sind nicht dazu verpflichtet, auf dem Kündigungsschreiben den Empfang der Kündigung zu quittieren. Schließen sie nach einer Kündigung keinen Aufhebungsvertrag ab. Besprechen Sie diesen zuerst mit Ihrem Rechtsanwalt. Lassen Sie sich das Angebot schriftlich mitgeben. Einen Aufhebungsvertrag rückgängig zu machen ist extrem schwer.

3. Grund der Kündigung

Ist in Ihrer Kündigung ein Kündigungsgrund angegeben? Wenn Ja, dann machen Sie sich Notizen, was Sie zu dem vorgeworfenen Behauptungen sagen können. Gibt es Zeugen oder Dokumente, die Ihre sicht der Dinge stützen?

4. Beweissicherung

Sammeln Sie bei einer Kündigung alle Zeitpläne, Stundenzettel, Lohnabrechnungen, Emails des Arbeitgebers und Vorgesetzten, die Sie betreffen, die sich in Ihrem Besitz befinden.

5. Termin beim Rechtsanwalt im Arbeitsrecht bei Kündigung – nur 3 Wochen maximal Zeit!

Kontaktieren Sie uns. Ab dem Zugang der Kündigung im Arbeitsrecht läuft die erste Frist. Man muss innerhalb von drei Wochen eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen, wenn man gegen die Kündigung im Arbeitsrecht vorgehen möchte. Innerhalb dieser drei Wochen besteht die Möglichkeit eine außergerichtliche Lösung gegen die Kündigung zu finden. Sollte die Frist von drei Wochen seit Zustellung der Kündigung verstreichen, so ist in der Regel „alles verloren“. Lassen Sie also die Kündigung oder Angebote des Unternehmens (Kündigung mit Abfindungsangebot, Aufhebungsvertrag, Wechsel in eine Transfergesellschaft etc.) immer von uns prüfen. Eine unüberlegte Unterschrift kann den Verlust des Kündigungsschutz bedeuten oder eine Sperrfrist von 12 Wochen beim Arbeitslosengeldbezug nach sich ziehen.

6. Notfall Telefon bei Kündigung durch Arbeitgeber

In dringenden Fällen bei Fragen zu einer Kündigung im Arbeitsrecht schicken Sie eine Nachricht per Whats App oder SMS an 0173 7388880. Wir können dann erste Fragen zur Kündigung beantworten und Sie hoffentlich etwas beruhigen.

7. Fristlose Kündigung oder ordentliche Kündigung?

Handelt es sich um eine fristlose oder um eine ordentliche Kündigung? Bei einer ordentlichen Kündigung müssen Sie regelmäßig weiterhin am Arbeitsplatz erscheinen, es sei denn Sie wurden vom Arbeitgeber ausdrücklich freigestellt. Bitte beachten Sie, dass Sie im Fall einer ordentlichen Kündigung weiterhin fristlos gekündigt werden können, wenn Sie sich vertragswidrig verhalten. Dies kann zu vielen rechtlichen und auch finanziellen Nachteilen führen.

8. Kein Kontakt zum Arbeitgeber bei Kündigung

Vermeiden Sie ohne anwaltliche Unterstützung direkten Kontakt mit dem Arbeitgeber nach Erhalt der Kündigung. Kontaktieren Sie bei verhaltensbedingter Kündigung (fristlose Kündigung) insbesondere nicht den Arbeitgeber um sich zu rechtfertigen oder um die Sache „richtig zu stellen“. Ihr Arbeitgeber kann Ihre Einlassungen gegen Sie vor Gericht verwenden. Oft geht es in solchen Verfahren bei verhaltensbedingter Kündigung um die Beweislast. Diese trägt grundsätzlich der Arbeitgeber. Wenn Sie Stellung nehmen vereinfachen Sie Ihm diese Beweisführung.

6. Melden Sie die Kündigung beim Arbeitsamt

Melden Sie sich unverzüglich bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitssuchend und arbeitslos, ansonsten droht eine Sperre durch das Arbeitsamt. Eine telefonische Meldung unter 01801/ 555 111 reicht vorerst zur Fristwahrung aus. Folgende Mitteilung kann z.B. gemacht werden:

Ich wurde am xy (Datum) gekündigt. Ich melde mich arbeitslos, arbeitssuchend und beantrage Arbeitslosengeld. Hilfsweise beantrage ich ggf. ergänzend Arbeitslosengeld 2.

Diesen Antrag verschicken Sie bitte nicht per Email, sondern per Fax (mit Sendebestätigung) oder Einwurfeinschreiben. Sie können den Antrag auch persönlich gegen Empfangsquittung abgeben. Wichtig ist, dass Sie den Zugang nachweisen können. Machen Sie sich eine Kopie von dem Antrag.

Ihr Fall im Arbeitsrecht – Unsere Aufgabe

Wir sind im Arbeitsrecht bei Kündigung vom Arbeitgeber insbesondere in den Städten Düsseldorf, Solingen, Hilden, Langenfeld, Ratingen, Essen, Duisburg, Oberhausen, Krefeld, Mönchengladbach, Neuss, Willich, Leverkusen, Köln für Sie da.

Es macht als Arbeitnehmer immer Sinn sich gegen Kündigungen zu wehren. Es gibt kaum Fälle bei denen der Arbeitnehmer “leer ausgeht”, auch wenn sich die Angelegenheit zunächst als schwierig oder gar aussichtslos darstellen sollte.

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