1. Grundsätzliches

Kosten müssen transparent sein. Sie sollen von vornherein wissen, welche Kosten für unsere Tätigkeiten als Rechtsanwalt entstehen können.

Für die einzelnen Tätigkeiten erhält der Anwalt Gebühren. Diese werden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) berechnet. Die Höhe der Gebühren ist in der Regel abhängig von dem Wert, der der Angelegenheit zugrunde liegt (Streitwert bzw. Gegenstandswert) und von der Art der Tätigkeit (z.B. gerichtliche oder außergerichtliche Beratung und Vertretung). Im RVG werden nach dem betreffenden Wert so genannte Gebührenrahmen festgelegt, welche bei der Abrechnung durch den Rechtsanwalt als Ober- und Untergrenze beachtet werden müssen. Sollte einmal kein konkreter Wert der Angelegenheiten bezifferbar sein, können die Gebühren pauschal abgerechnet werden. Auch hierfür gibt es gesetzliche Vorgaben.

2. Honorarvereinbarung

Die für unsere Tätigkeit anfallenden Kosten können auch über einen individuell auszuhandelnden Honorarvertrag vereinbart werden ( Honorarvereinbarung ). Dies ermöglicht in jeder Situation eine höchst mögliche Flexibilität. Honorarvereinbarungen können als Pauschalhonorar oder als Zeithonorar abgeschlossen werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an uns.

3. Erstberatung

Trifft der Rechtsanwalt keine Vereinbarung darf er nicht mehr als 190,00 € zzgl. Auslagen und Umsatzsteuer für eine Erstberatung verlangen. Hierbei handelt es sich um einen Höchstwert, der nicht überschritten werden darf, sofern der Mandant Verbraucher ist. Als Erstberatung gilt auch eine telefonische Anfrage, um die Erfolgsaussichten eines bevorstehenden oder beabsichtigten Rechtsstreits zu erfragen. Auch bei der Festlegung dieser Erstberatungsgebühr muss vom Rechtsanwalt der Umfang der Tätigkeit und der Wert des Beratungsgegenstandes berücksichtigt werden, so dass eine Erstberatungsgebühr auch deutlich unter den genannten 190,00 € liegen kann. Bei einem weiteren Tätigwerden in derselben Angelegenheit wird die Erstberatungsgebühr mit den weiter entstehenden Gebühren verrechnet. Sofern jedoch eine Vergütungsvereinbarung geschlossen wurde, kann die Anrechnung der Gebühren ausgeschlossen werden.

4. Einkommensschwache Bürger – Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe

Chancengleichheit bedeutet nicht nur die Gewährleistung gleicher Rechte. Diese müssen auch wahrgenommen und notfalls gerichtlich durchgesetzt werden können. Zum Rechtsschutz gehört auch, dass die Inanspruchnahme von Rechtsanwälten und Gerichten nicht an den Kosten scheitern darf. Hierfür hat der Gesetzgeber zwei Möglichkeiten vorgesehen.

4.1 Beratungshilfe

Wenn Sie sich außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens anwaltlich beraten lassen möchten, Ihnen es jedoch aufgrund Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nicht möglich ist, so kann auf Antrag Beratungshilfe gewährt werden. Ziel der Beratungshilfe ist es, Streitigkeiten ohne Mitwirkung des Gerichts beizulegen.

Für folgende Angelegenheiten kann Beratungshilfe gewährt werden:

  • Zivilrechtliche Angelegenheiten (z.B. Mietsachen, Schadensersatzansprüche aus Verkehrsunfällen, Erbstreitigkeiten, Versicherungsangelegenheiten, Forderungsabwehr von Telefon- und Internetanbieter etc.)
  • Arbeitsrechtliche Angelegenheiten (z.B. Kündigung, Schadensersatzforderungen, Lohnforderungen etc.)
  • Sozialrechtliche Angelegenheiten (z.B. Rentenrecht, Krankenversicherungsangelegenheiten etc.)
  • Streitfragen mit Behörden (z.B. BaföG, Ausländerrecht, Asylrecht, Sozialhilfe, Wehrpflicht- und Zivildienst; hier nur beschränkte Beratungshilfe)

Erforderlich ist hierfür die Offenlegung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse vor dem Rechtspfleger am zuständigen Amtsgericht. Soweit dort nicht unmittelbar geholfen werden kann, wird ein Berechtigungsschein ausgestellt, mit welchem ein Rechtsanwalt eigener Wahl aufgesucht werden kann. Wenn Beratungshilfe gewährt wird, werden die Kosten von der Staatskasse getragen. Es ist nur ein Eigenanteil von 10 € zu zahlen, der allerdings auch erlassen werden kann.

4.2 Prozesskostenhilfe

Bei der gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Interessen besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit der Bewilligung von Prozesskostenhilfe.

Jeder, der nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, erhält Prozesskostenhilfe. Jedoch auch nur dann, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichend Aussicht auf Erfolg bietet. Die Prozesskostenhilfe übernimmt die Kosten für den eigenen Rechtsanwalt und den eigenen Beitrag zu den Gerichtskosten. Nicht erstattet werden die Kosten der Gegenseite. Eine Ausnahme gilt lediglich in arbeitsgerichtlichen Streitigkeiten. Hier hat derjenige, der den Prozess in der ersten Instanz verliert, die Kosten des gegnerischen Rechtsanwalts nicht zu erstatten.

Der Antrag auf Prozesskostenhilfe wird in der Regel für Sie durch uns bei dem Prozessgericht gestellt.

5. Rechtsschutzversicherung

Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, so werden in der Regel die anfallenden Kosten übernommen. Um dies jedoch sicherzustellen bedarf es einer vorherigen Deckungszusage.

Zur Vermeidung des Kostenrisikos ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung sehr zu empfehlen. Es lohnt sich, nicht nur nach dem billigsten Anbieter die Auswahl zu treffen, sondern sich auch unabhängig nach dem angebotenen Service, den Ausschlüssen und dem Ablauf bei der Schadensabwicklung zu erkundigen.

6. Prozessfinanzierung

Bei höheren Streit- und Gegenstandswerten besteht für den Mandanten die Möglichkeit der Prozessfinanzierung durch ein hierfür spezialisiertes Unternehmen. Insbesondere bei hohen Streit- und Gegenstandswerten besteht ein hohes finanzielles Risiko für den Mandanten. Dieses Kostenrisiko hält viele davon ab, einen bestehenden Anspruch gerichtlich durchzusetzen. Es gibt daher seit geraumer Zeit die Möglichkeit, aussichtsreiche Rechtsstreitigkeiten im Klageverfahren über einen so genannten Prozessfinanzierer finanzieren zu lassen, der dafür im Falle des Obsiegens einen Teil der erstrittenen Summe erhält. Nach Einreichung der vorbereiteten Prozessunterlagen durch unsere Kanzlei, etwa Klageschrift und weitere Unterlagen, erfolgt eine erneute Prüfung beim Prozessfinanzierer. Findet eine Übernahme des Kostenrisikos statt, so trägt er das volle Risiko hinsichtlich aller entstehenden Prozesskosten, auch der Gegenseite.
Prozessfinanzierung lohnt sich für diejenigen, die das Risiko hoher Prozesskosten scheuen und diejenigen, die keine Rechtsschutzversicherung haben oder deren Rechtsschutzversicherung keine Deckungszusage abgegeben hat.

Unsere Kompetenzen

Sind bei Ihnen noch Fragen offen?
Wünsche Sie für Ihr Problem oder Anliegen eine Rechtsberatung oder Rechtsvertretung?

Als Rechtsanwälte stehen wir Ihnen an unseren Kanzlei-Niederlassungen in Düsseldorf und Solingen persönlich zur Verfügung. Sollten Sie Fragen zu den Kosten unsere Beauftragung haben oder darüber hinaus, so kontaktieren Sie uns für eine erste unverbindliche Einschätzung.

Wir beraten und vertreten Sie in Düsseldorf, Solingen, den umliegenden Städten und bundesweit in folgenden Rechtsgebieten:

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