Jedes Jahr werden Anleger in Deutschland um Millionen Euro betrogen. Dubiose Anlage- und Vermittlungsgesellschaften ziehen den Anlegern mit Tricks das Geld aus der Tasche.

1. Was ist Kapitalanlagebetrug?

Kapitalanlagebetrug ist, wenn dem getätigten Geldgeschäft, Wertpapiergeschäft oder Immobiliengeschäft ein betrügerischer Vorsatz des Vertragspartners zugrunde lag. Das klassische Kapitalanlagebetrugsmodell ist das Schneeballsystem, bei dem die angeblichen Erträge mit den Geldern neuer Opfer bezahlt werden. Im Unterschied zur Falschberatung kommt es dem Anlagebetrüger nicht allein auf die Vermittlung einer Anlage an. Der Anlagebetrüger will vielmehr sein Opfer bewusst täuschen und so dessen oder das Vermögen anderer schädigen, wodurch er sich oder einen Dritten unmittelbar bereichert.

Wirkungsfeld der Betrüger ist in der Regel der sog. „Graue Kapitalmarkt“ (zu dem im Übrigen auch Anlagen in Schiffsfonds, Immobilienfonds, Film- bzw. Medienfonds, Containerfonds etc. zählen), der keiner staatlichen Finanzaufsicht oder ähnlichen Regulierungen unterliegt, aber noch nicht illegal ist. Die Gesamtschäden alleine im Euro-Raum belaufen sich nach Schätzungen auf ca. 100 Milliarden Euro.

2. Strafbarkeit

Der Kapitalanlagebetrug ist nach deutschem Recht gemäß § 264a StGB strafbar, deshalb stehen dem geschädigten Kapitalanleger Schadensersatzansprüche zu. Anders als beim allgemeinen Betrugstatbestand nach § 263 StGB setzt der Tatbestand des § 264a StGB keinen irrtumsbedingten Schaden voraus. Unrichtige Angaben oder das verschweigen nachteiliger Tatsachen genügen schon um sich strafbar zu machen.

Im Falle eines Anlagebetrugs kann insbesondere ein Anlegeranwalt, der sich durch besondere Kenntnisse auf den Gebieten Bankrecht und Kapitalmarktrecht ausweist, helfen. Dabei kommt es insbesondere auf den im Falle eines Anlagebetrugs gegebenen Anspruch auf Schadenersatz und dessen rechtzeitige Geltendmachung vor seiner Verjährung an.

Sofern tatsächlich ein täuschungs- und irrtumsbedingter Schaden eingetreten ist, ist § 263 StGB einschlägig, der eine höhere Strafandrohung vorsieht:

,,Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Hilfe für Kapitalanlagebetrug-Geschädigte

Sollten Sie durch einen Kapitalanlagebetrug betroffen sein, so zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir sind darauf spezialisiert Ihre Ansprüche zivilrechtlich wie strafrechtlich durchzusetzen. Dabei sind gerade die Auswirkungen strafrechtlicher Bestimmungen auf die zivilrechtliche Geltendmachung der Schadensersatzansprüche zu beachten. So ist festzustellen, dass sich Personen, welche sich entsprechend strafbar gemacht haben, letztendlich nicht durch eine „Privatinsolvenz“ bzw. „Verbraucherinsolvenz“ entschulden können, denn Ihre Ansprüche resultieren aus einer sog. „unerlaubten Handlung“, unterfallen mithin nicht der Restschuldbefreiung in entsprechenden Insolvenzverfahren. Um dieses Ergebnis jedoch zu sichern, ist die Beratung und Vertretung durch uns erforderlich, weil wir uns bestens mit der Schnittstelle Falschberatung / Kapitalanlagebetrug / Strafrecht / Insolvenzrecht auskennen. Rufen Sie uns für ein erstes unverbindliches Gespräch an.

Haben Sie Fragen zum Thema Bank- und Kapitalmarktrecht / Anlegerrecht?

Sind Sie bei geschlossenen Immobilienfonds, Schiffsfonds, Medienfonds, Lebensversicherungsfonds, Containerfonds, anderen unternehmerischen Beteiligungen oder Kapitalanlagen falsch beraten worden? Wollen Sie die von Ihnen gezahlte Kreditbearbeitungsgebühr zurückfordern? Wollen Sie Ihren Darlehensvertrag widerrufen? Rufen Sie uns unverbindlich an oder schreiben eine E-Mail. Erstkontakt kostenfrei! Telefon: 0211 38 40 40 3

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