Kauft oder verkauft ein Anleger Wertpapiere auf Grund von unrichtigen oder unterlassenen Unternehmensmitteilungen, bei denen sich im Nachgang herausstellt, dass er diesen Kauf oder Verkauf in Kenntnis der wahren Umstände nicht getätigt hätte, ist ein Anspruch auf Schadensersatz möglich. Dies betrifft Unternehmensberichte, Auskünfte auf Hauptversammlungen aber auch ad-hoc Mitteilungen von Unternehmen. Im Falle von Verlusten oder Schmälerungen des Gewinnes ist die Prüfung auf einen  Schadensersatzanspruch möglich.

1. Ist Schadensersatz bei unrichtigen Ad-hoc Mitteilungen möglich?

Wenn die Gesellschaft es unterlässt, eine ad-hoc- Mitteilung zu veröffentlichen obwohl sie dazu verpflichtet wäre, besteht ein Anspruch auf Schadensersatz. Das gleiche gilt für eine falsche veröffentlichte ad-hoc-Mitteilung. Nach §§ 37 b und 37 c WpHG sieht der Gesetzgeber für fehlerhafte oder unterlassene ad-hoc-Meldungen besondere Haftungstatbestände.

Es wird vorausgesetzt, dass der Emittent die anspruchsbegründeten Handlungen fahrlässig verletzt hat, ähnlich wie bei der Prospekthaftung. Zudem hat der Emittent zu beweisen, dass die Unterlassung der Insiderinformationen oder die Veröffentlichung falscher Ad-hoc Mitteilungen nicht fahrlässig war.

2. Schadensersatz bei anderen Kapitalmarktinformationen

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten welche Informationen beeinflusst werden können. Als einige Beispiele gelten: Geschäfts-, Quartals- und Zwischenberichte von Unternehmen oder Auskünfte auf Hauptversammlungen, Analystentreffen oder Pressekonferenzen, aber auch Unternehmenswerbungen etc.

Spezialgesetze für diese Einzelfälle gibt es nicht. Jedoch können sich unter gewissen Umständen Vorstände etc. gegenüber Anlegern wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB schadenersatzpflichtig machen. Der Anleger muss allerdings in diesen Fällen die Sittenwidrigkeit, sowie auch den Vorsatz zu beweisen.

3. Verjährungsfristen für Schadensersatzansprüche

Nach § 37b Abs. 4 WpHG bzw. § 37c Abs. 4 WpHG Verjähren die Ansprüche auf Schadensersatz wegen falschen ad-hoc Mitteilungen  nach einem Jahr ab der Kenntnisnahme, maximal jedoch nach 3 Jahren.

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