Erst die Targobank mit ihrem Individualbeitrag jetzt die Bausparer.

BGH-Urteil kippt Darlehensgebühr bei Bausparverträgen

In seinem Urteil vom 08.11.2016, Az.: XI ZR 552/15, hat der BGH entschieden, dass die Bausparkassen von ihren Kunden keine Darlehensgebühren verlangen dürfen. Darlehensgebühren dienen nach Ansicht des Gerichts allein dem Verwaltungsaufwand der Bausparkassen und dürften deshalb nicht auf die Kunden abgewälzt werden. Die Gebühren betragen teilweise bis zu 2 Prozent des Kreditbetrags. Bei einer Darlehenssumme von beispielsweise 80.000 EUR also 1600 EUR.

Betroffene sollten die Gebühren zurückfordern.

Leider sagt das Urteil nichts zu den Verjährungsfristen. Da es zu diesem Thema bislang noch keine gefestigte Rechtsprechung gegeben hat, ist von einer zehnjährigen Verjährungsfrist auszugehen. Dann können Bausparer, die seit 2006 Gebühren für ihr Bauspardarlehen gezahlt haben, diese zurückfordern. Möglich ist aber auch, dass nur eine dreijährige Verjährungsfrist gilt. Dann müssen Bausparer, die sich ihr Darlehen 2013 haben auszahlen lassen und eine Gebühr dafür gezahlt haben, jetzt umgehend handeln, da die Ansprüche am 31. Dezember 2016 verjähren würden.

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