Vor einigen Wochen musste der Containermanager die laufenden Auszahlungen an die Anleger stoppen. Bis Ende Mai sollte eine Lösung gefunden sein. Nun sind die Vertriebe und Investoren erst einmal mit der Insolvenz konfrontiert.

Grund für die negative Entwicklung sind dem Vernehmen nach anhaltende Zahlungsschwierigkeiten asiatischer Reedereien, an die Magellan die Container vermietet hat. Noch Ende April erklärte Magellan, dass Anleger bis Ende Mai die ausstehenden Zahlungen erhalten sollen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass dieser Termin nicht eingehalten werden kann, weil es „noch keine spruchreifen Ergebnisse“ aus den Gesprächen der Geschäftsleitung in Asien gebe.

Zum Hintergrund:

Die Magellan Maritime Services GmbH ist Vertragspartnerin der Anleger bei den Container-Direktinvestments. Die Investoren erwerben von dieser Gesellschaft die Container und beauftragen sie im selben Atemzug mit der Vermietung und Verwaltung der Transportboxen, wobei Magellan eine jeweils eine bestimmte Tagesmiete garantiert hat. Nach Auslaufen des Vermietungs- und Verwaltungsvertrags kauft die Gesellschaft, so das schriftliche Versprechen, dem Anleger die Container wieder ab.

Bereits ein Bericht aus dem Jahr 2014 ließ aufhorchen, nachzulesen hier, darin hieß es u.a.:

Schaut man sich aber einmal die Bilanz des Unternehmens im Unternehmensregister an, dann kommen einem doch Bedenken an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Anbieters. Hier finden wir in der Bilanz eine Bilanzposition “nicht gedeckten Fehlbetrag”. […] Gerade Anleger im Direktinvestment müsse darauf vertrauen können, dass nach Ablauf der Mietzeit dann auch die Container zu vernünftigen Preisen zurückgekauft werden. Das gilt im Übrigen für jedes Direktinvestmentangebot. Nur wenn man da eine Chance sieht, dass das Unternehmen dazu in der Lage sein könnte, dann kann man das Risiko des Direktinvestments eingehen.

Rechtsanwalt B. Dimsic, LL.M. (Düsseldorf)

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