Unsere Kompetenzen im Anlegerrecht – Kanzlei in Düsseldorf

1. Schiffsfonds

Schiffsfonds (Schiffsbeteiligungen) sind geschlossene Fonds, bei denen das Fondskapital (Geld der Anleger) in den Bau bzw. den Erwerb von Schiffen, häufig Frachtschiffen, investiert wird. Anleger erwerben gegen Zahlung der Anlagesumme eine Kommanditbeteiligung an der Gesellschaft (GmbH & Co KG). Der Schiffsfonds kauft dann mit dem eingesammelten Kapital das Schiff, welches im Fondsregelwerk vorher festgelegt ist, oder aber ein unbestimmtes Schiff aus einem „Blind Pool“. Mit Zahlung der Anlagesumme stellen die Anleger dem Schiffsfonds Eigenkapital zur Verfügung mit allen damit verbundenen unternehmerischen Risiken bis hin zum Totalverlust. Dafür ist der Anleger an den wirtschaftlichen Ergebnissen des Schiffsfonds beteiligt – ohne jedoch einen Anspruch auf feste Verzinsung während der Laufzeit zu haben. Das Fondskapital ist bis zur Veräußerung des Schiffes in dem Schiffsfonds gebunden. Der Veräußerungszeitpunkt ist vorher geplant, ist aber – wie auch die Höhe des Verkaufspreises – ungewiss. Die Anleger erhalten vor Beitritt zu dem Schiffsfonds ein Verkaufsprospekt, in dem die wesentlichen Angaben zum Schiff und die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen des Schiffsfonds beschrieben sind. Der Beitritt erfolgt aufgrund eines vorformulierten Vertrages, auf das der einzelne Anleger keinen Einfluss hat. Ein Verkauf der Beteiligung vor der Veräußerung des Schiffes ist schwierig, oft unmöglich. Die Beteiligung ist allerdings ggf. auf dem Zweitmarkt handelbar, dann aber mit entsprechenden Abschlägen. Da Schiffsfonds zu den geschlossenen Fonds gehören, benötigen die Anbieter keine staatliche Erlaubnis. Hier gibt es weitere Informationen für Schiffsfonds-Geschädigte:

Schiffsfonds

2. Immobilienfonds

Bei einem Immobilienfonds legt man Geld bei einer Gesellschaft an, die wiederum mit dem Kapital der Anleger in verschiedene (mind. 15 verschiedene) Immobilien investiert. Es handelt sich hierbei um einen sog. Investmentfonds. Der Immobilienfonds kann als offener oder geschlossener Fonds ausgestaltet sein. Bei einem geschlossenen Immobilienfonds wird zumeist nur ein einzelnes Projekt finanziert. Sobald das für das Projekt benötigte Kapital vorhanden ist, wird der Fonds „geschlossen“. Eine Ein- oder Auszahlung ist für einen Anleger sodann nicht mehr möglich. Anders ist dies bei einem offenen Immobilienfonds. Bei diesem investiert der Anleger in mehrere unterschiedliche Projekte. Hier können stets Ein- oder Auszahlungen getätigt werden. Während in den vorhergehenden Jahren die Investition in Auslandsimmobilienfonds populärer wurde, erfreuen sich seit 2010 wieder die Inlands-Immobilienfonds größter Beliebtheit bei Privatanlegern. Hier finden Sie weitere Informationen für Immobilienfonds-Geschädigte:

Immobilienfonds

 

3. Medienfonds / Filmfonds

Medienfonds sind geschlossene Fonds. Mit dem Geld der Anleger werden Film- und Fernsehproduktionen finanziert. Der Anleger wird am Einspielergebnis des Medienfonds beteiligt. Eine Untergruppe der Medienfonds sind die Filmfonds. Filmfonds gehören zu den Medienfonds. Diese investieren überwiegend in die Herstellung von Filmen. In der Investitionsphase (Produktion des Films) entsteht bei Filmfonds ein hoher Anfangsverlust. Bei dem produzierten Film des Filmfonds handelt es sich um ein immaterielles Wirtschaftsgut, dessen Herstellungskosten nicht bilanziert werden können. Den Ausgaben steht daher kein erworbenes Wirtschaftsgut des Filmfonds gegenüber. Angefallene Kosten sind sofort abzugsfähige Ausgaben. Die entstandenen Verluste mindern den progressiven Steuersatz des Anlegers und damit dessen Steuerlast. Diese Gestaltung der Filmfonds ist der Finanzverwaltung natürlich ein Dorn im Auge. Bei allen Filmfonds haben daher Betriebsprüfungen stattgefunden. Die Verluste werden regelmäßig aberkannt – es gibt aber auch Ausnahmen. Die Initiatoren des Filmfonds wehren sich dann vor dem Finanzgericht. Verliert der Filmfonds vor dem Finanzgericht, verliert gleichzeitig der Anleger, denn ohne den anfänglichen Steuervorteil rechnet sich der Filmfonds nicht. Anleger, die in Filmfonds investiert haben, sind von der Vermittlern nur selten über die Risiken aufgeklärt worden. Anleger, die in Filmfonds investiert haben, können daher u.a. Schadenersatzansprüche gegenüber Vermittler und Anbieter haben. Hier finden Sie weitere Informationen für Medienfonds-Geschädigte:

Medienfonds / Filmfonds

 

4. Lebensversicherungsfonds

Geschlossene Lebensversicherungsfonds werden seit 2002 auf dem deutschen Markt angeboten. Deutsche Lebensversicherungsfonds investieren in bereits bestehende Kapitallebens- oder Rentenversicherungen, die von den Versicherungsnehmern verkauft und von den Fondsgesellschaften am Zweitmarkt erworben werden. Der Verband geschlossener Fonds veröffentlichte 2010, dass Anleger Gelder in Höhe von fast 5 Milliarden von 2002 bis 2010 in Lebensversicherungsfonds investiert haben. Geschlossene Lebensversicherungsfonds werden in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft, meistens in Form einer GmbH & Co. KG, ausgestaltet. Die Anleger beteiligen sich größtenteils direkt oder über einen Treuhänder als Kommanditisten mit einer Einlagesumme. Das eingebrachte Kapital der Anleger dient dazu, die Kosten für den Erwerb solcher Lebensversicherungen und eventueller Risiken hieraus, sowie Vertriebs- und Arbeitskosten abzudecken. Hier finden Sie weitere Informationen für Lebensversicherungsfonds-Geschädigte:

Lebensversicherungsfonds

 

5. Containerfonds

Containerfonds sind in der Regel geschlossene Fonds. Anleger haben mehrere Möglichkeiten ihr Kapital anzulegen, entweder durch eine direkte oder indirekte Beteiligung. Bei einer direkten Beteiligung kauft der Anleger einen speziellen Container. Dies ist in der Regel aber nicht der Fall, es wird meistens die indirekte Beteiligung bevorzugt. Bei einer indirekten Beteiligung investiert der Anleger in einen Fonds, dieser Fonds kauft dann eine Vielzahl von Containern. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Fondsgesellschaft in ausländische Projekte investiert und selbst nicht die Container kauft. Hier finden Sie weiterführende Informationen für Containerfonds-Geschädigte:

Containerfonds

 

6. Flugzeugfonds / Flugzeugleasingfonds

Ein Flugzeugfonds kann unterschiedlich gestaltet werden. Heute sind diese Fonds regelmäßig als Operating Leasing Fonds ausgestaltet. Die Beteiligungen werden von Anbietern, auch Initiatoren oder Emissionshäuser genannt, über Anlagevermittler, Anlageberater oder Banken angeboten. Der Anleger muss zum Beitritt einen Gesellschaftsvertrag bzw. einen Treuhandvertrag unterschreiben, mit dem er Kommanditist wird bzw. der Kommanditanteil von einem Treuhänder für den Anleger gehalten wird. Somit muss er sich über die dort möglichen Problemkreise bewusst sein. Der Anleger selbst hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Geschäftsführung. Er hat jedoch gewisse Mitwirkungs- und Kontrollrechte. Das Flugzeug wird dabei zunächst von der Fondsgesellschaft erworben und dann vermietet . Hier finden Sie weitere Informationen für Flugzeugfonds-Geschädigte:

Flugzeugfonds

 

7. Solarfonds / Solarenergiefonds

Rendite soll bei Solarfonds über die Gewinnen aus Stromerzeugung erwirtschaftet werden. Der Fonds, meistens eine GmbH & Co. KG an der sich der Anleger als Kommanditist beteiligt, investiert in Photovoltaik-Anlagen. Diese Anlagen werden entweder auf Freiflächen am Boden (sogenannte Solarfreiflächenparks) oder auf Dächern (sogenannte Solardachflächenanlage) installiert. Neben der Lage der Photovoltaik-Anlagen unterscheiden sich die Anlagekonzepte bei Solarfonds vor allem dadurch, ob der Fonds die Anlagen selbst betreibt oder durch eine Projektgesellschaft. Zudem investieren einige Fonds in bereits erbaute Parks, andere in solche, die noch errichtet werden. Ähnlich wie bei anderen Fonds gibt es hier auch die Möglichkeit, den Fonds als „Blind-Pool“ zu konzipieren, das heißt es steht bei Zeichnung noch nicht fest, in welche Anlagen konkret investiert werden soll, sondern nur die Strategie ist festgelegt. Mitbestimmungs- und Kontrollrechte der Anleger sind dabei sehr begrenzt. Hier finden Sie weitere Informationen für Solarfonds-Geschädigte:

Solarfonds / Solarenergiefonds

 

8. Windparkfonds / Windparkbeteiligungen

Anleger beteiligen sich regelmäßig als Kommanditisten an einer Gesellschaft, die heute in den meisten Fällen als GmbH & Co. KG konzipiert ist und den Windpark erwirbt. Gekauft werden dabei in aller Regel die einzelnen Windenergieanlagen, nicht das Land auf dem diese errichtet werden. Ein Windpark besteht aus mehreren Windenergieanlagen. Die Anzahl variiert dabei von wenigen bis über 100 Anlagen. Häufig befindet sich der Windpark im Moment der Platzierung des Windparkfonds noch im Bau. Finanziert wird der Park zum einen aus dem Eigenkapital der Anleger sowie – wie es in den häufig der Fall ist – über ein zusätzliches Bankdarlehen. Mitbestimmungs- und Kontrollrechte der Gesellschafter sind auch hier, wie bei allen geschlossenen Fonds, sehr eingeschränkt. Hier erhalten Sie mehr Informationen für Windparkfonds-Geschädigte:

Windparkfonds

 

9. Schrottimmobilien

Wenn man den Begriff der Schrottimmobilie nicht kennt und zum ersten Mal hört, kann dieser sicherlich zunächst einen falschen Eindruck vermitteln. Der Begriff bezeichnet  weniger die Tatsache, dass es sich um eine abbruchreife oder „schrottreife“ Immobilien handelt, sondern vielmehr bezeichnet er die Tatsache, dass diese Immobilien dem Besitzer und Eigentümer nicht die vorher versprochene Rendite einbringen. Beim Käufer handelt es sich in der Regel um einen privaten Verbraucher. Das Hauptmerkmal einer Schrottimmobilie ist, dass der Käufer deutlich mehr für die Immobilie gezahlt hat, als diese jemals an Wert hatte. Dabei wurde der Verbraucher und Käufer der Immobilien von einem Vermittler oder Berater insoweit getäuscht, als das Renditen und Erträge durch den Kauf der Schrottimmobilien versprochen wurden, die dann im Folgenden in keiner Weise einzuhalten waren. Hier finden Sie weitere Informationen für Schrottimmobilien-Geschädigte:

Schrottimmobilien

 

10. Atypisch stille Beteiligungen

Die atypisch stille Beteiligung (atypisch stille Gesellschaft) liegt dann vor, wenn dem Beteiligten so viele Kontroll- und Vermögensrechte eingeräumt werden, dass er steuerlich als Mitunternehmer anzusehen ist. Es werden bei der atypisch stillen Beteiligung die Beschränkungen der stillen Gesellschaft abgeändert, soweit dies gesetzlich zulässig ist, wobei diese Rechte dennoch eingeschränkt sind. Der atypisch stille Beteiligte ist bei der atypisch stillen Beteiligung nicht nur an dem Gewinn und Verlust, sondern auch an dem Vermögen der atypisch stillen Gesellschaft beteiligt. Es kann im Gesellschaftsvertrag vereinbart werden, dass der atypisch stille Beteiligte sogar über seine Einlage in die atypisch stille Beteiligung hinaus haftet. Die atypisch stille Beteiligung bringt für das Unternehmen und für den atypisch stillen Beteiligten steuerliche Vorteile, bei letzterem zumindest zu Beginn seiner atypisch stillen Beteiligung. Er kann Verluste steuerlich geltend machen, da er als Unternehmer Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG erzielt. Für Unternehmen ist die atypisch stille Beteiligung eine gute Möglichkeit, Kapital zu akquirieren. Hier finden Sie weitere Informationen für Geschädigte atypisch stiller Beteiligungen:

Atypisch stille Beteiligungen

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